Hegeschau 2010 |
| Veröffentlicht von Jagdklub Limburg (jagdklub) am Apr 23 2010 |
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Hegeschau des Jagdklub Limburg e.V.
Limburg-Lindenholzhausen.- Dichtes Gedränge herrschte vor den ausgestellten Trophäen des abgelaufenen Jagdjahres 2009/2010. Die Jäger des Jagdklubs Limburg präsentierten die Strecke auf ihrer jährlichen Hegeschau im Dorfgemeinschaftshaus Lindenholzhausen. Reh-, Schwarz-, Rot- und Muffelwild sind die vier Hauptwildarten, deren Hege sich die Jäger widmen. Ziel der Hegegemeinschaften im Altkreis Limburg sei es, einen gesunden und vitalen Wildbestand zu erhalten, ohne dass Verbiss-, sowie Flurschäden entstehen, so der Vorsitzende Michael Schales.
Grußworte der Stadt Limburg überbrachte die Stadträtin Anita Buckhard. Der Jagdklub sei ein wichtiger Teil im Vereinsleben der Stadt. So beteilige sich der Klub am 1100jährigen Stadtjubiläum von Limburg. Das Bläsercorps des Jagdklubs sei weit über die Grenzen der Stadt bekannt.
Der 1. Kreisbeigeordnete des Landkreises Limburg-Weilburg, Helmut Jung, war in Vertretung für Landrat Manfred Michel gekommen.
Die Jagd, so der 1. Beigeordnete, sei im eigentlichen Sinne zur Bestandpflege bei weitem nicht der Hauptteil der waidmännischen Tätigkeit. Vielmehr gehören Aufgaben der Hege und Pflege der Natur und Umweltschutzes zu den Kernpunkten der Tätigkeit.
Die eindrucksvolle Bilanz jägerischen Schaffens präsentierte Kreisjagdberater Hilmar von Schenck.
Sein Dank galt den vielen fleißigen Helfern des Jagdklubs, welche die Schau ansprechend aufgebaut hatten.
Bei einem Gesamtabschusssoll im Altkreis Limburg von 107 Stück Rotwild, kamen 108 Stück zur Strecke, davon 13 Stück Fallwild. Die Verantwortlichen in den Rotwildrevieren im Taunus
haben einen realistischen Abschuss erfüllt. Dennoch gibt es Schälschäden, vorwiegend da, wo das Rotwild durch den starken Besucherverkehr beunruhigt wird und so in den Einständen bleibt und dort die Rinde an den Bäumen schält. Das Gros der Strecke wurde im Revier Hof zu Hausen mit 23 Stück sowie in Haintchen mit 16, Würges mit 15 und Eisenbach mit 12 Stück erlegt. Der älteste Hirsch kam aus dem Revier Eisenbach, Erleger Helmut Kaiser.
11 Stück Muffelwild kamen zur Strecke. Der stärkste Widder kam aus dem Revier Camberg II. Das seit 50 Jahren im Taunus verbreitete Muffelwild soll nach Ansicht der Jäger endlich als Muffelwildgebiet ausgewiesen werden. Das würde nicht nur Rechtssicherheit für alle Beteiligten schaffen, sondern diese tagaktive Wildart die Zukunft im Taunus sichern.
Die Schwarzwildstrecke des letzten Jagdjahr liegt mit insgesamt 629 Stücken rund 44 Prozent unter der Vorjahresstrecke (1119), nachdem es im vorletzten Jahr fast um die gleiche Strecke gestiegen war. Man kann nach Studium der Abschusszahlen davon ausgehen, dass es den Jägern gelungen ist, der ungeheuren Population des Schwarzwildes im vorletzten Jagdjahr zumindest die Spitze zu brechen. Den stärksten Keiler erlegte Horst Dyckerhoff im Revier Bad Camberg.
Das vorgeschriebene Gesamtabschusssoll beim Rehwild betrug 1.197 Stück. Die Strecke lag bei 1.126 Stück. Leider ist jedoch festzustellen, dass 318 Rehe, immerhin 28,2 Prozent, Opfer des Strassenverkehrs wurden. Die Gesamtzahl ist erschreckend hoch, zumal die Dunkelziffer erfahrungsgemäß um noch etliches höher liegt. Den stärksten Bock erlegte Helmut Kaiser in seinem Revier Eisenbach.
Die Fuchsstrecke lag mit 1042 Stück über dem Ergebnis des Vorjahrjahres (982). Für die gezielte Fuchsbejagung war die lange Schneephase sicher förderlich.
Der gemeldete Wildschaden ist mit 33.275 Euro nur geringfügig höher ausgefallen als im vergangenen Jahr (32.911 Euro).
Bei den Niederwildarten wie Rebhuhn und Fasan haben sich die Jäger verantwortlich gezeigt und die Wildarten schonend oder gar nicht bejagt.
Der silberne Bruch für den kapitalsten Rehbock ging an Helmut Kaiser, Revier Eisenbach.
Der silberne Bruch für den stärksten Keiler ging an Horst Dyckerhoff, Revier Bad Camberg.
Der silberne Bruch für den besten Muffelwidder ging an Elmar Rosenkranz, Revier Bad Camberg.
Der silberne Bruch für den ältesten Hirsch ging an Helmut Kaiser, Revier Eisenbach.
Die Hegemedaillen für Lebensraumverbesserung von Biotopflächen gingen an:
Revier Thalheim, Hegegemeinschaft I, Westerwald-Nord, Hegemedaille Gold.
Revier Hintermeilingen, Hegegemeinschaft II, Hegemedaille Bronze.
Revier Niederbrechen, Hegegemeinschaft II, Hegemedaille Bronze.
Städtische Kurverwaltung Bad Camberg, Hegemedaille Gold. st
Bildunterschrift.
Dicht umlagert war die Wand mit kapitalen Geweihen des Rotwildes aus den Taunusrevieren.
Foto:Steffen
Zuletzt geändert am: Apr 13 2011 um 4:51 AM
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